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Stichsägen im Vergleich und kaufen

Schweißen – das neue Heimwerkerhobby

Immer mehr Leute entscheiden sich dafür, Reparaturen in ihrem Heim und Garten selber durchzuführen statt professionelle kostenpflichtige Hilfe zu angergieren.

Hat man früher lediglich eine Dichtung am Wasserabfluss selber gewechselt oder mit der Stichsäge ein paar Bretter gesägt, so versucht der Heimwerker heute alles rund um sein Heim selbst zu handhaben. Dabei scheint das Schweißen ein neuer Trend zu sein. Die einen entfernen selbstständig den Rost an ihrem Auto, was früher noch ein Mechaniker in einer Werkstatt bewerkstelligte, die anderen schweißen sich einen eigenen Pflanzentisch, da ihnen keiner der Pflanzentische in den Baumärkten und nicht einmal im World Wide Web gefällt. Das Schwierigkeitsniveau steigt dabei stetig .

Eines sollte jedoch nicht aus den Augen verloren werden: Für Arbeitstechniken wie das Schweißen reichen Internet oder Buchanleitungen nicht. Das Erlernen von Schweißen kann über „Probieren über Studieren“ gehen, am sichersten und durchaus am schnellsten, wenn auch nicht am kostengünstigsten, sind Kurse, in denen eine Fachkraft zugegen ist, um alle Fragen zu beantworten und die verschiedenen Schweißtechniken zu zeigen.

Kurse für das Erlernen der Schweißtechnik

Es gibt mehrere Gründe, warum du einen Schweißkurs beherzigen solltest. Zum einen für deine eigene Sicherheit, denn die verschiedenen Schweißverfahren bringen ihre jeweiligen Gefahren mit. Beim Schweißen mit einem Lichtbogen kannst du beispielsweise bei einer falschen Handhabung oder bei Weglassung der richtigen Schutzkleidung, deine Augen durch die IR/UV-Strahlung schädigen. Deswegen solltest du mit Hilfe einer Fachkraft den richtigen und sicheren Umgang des Schweißprozesses üben.

Weiterhin könntest du mit der Zulassung deines Autos mit dem TÜV in Konflikt geraten, da gewisse Schweißungen am Auto nur dann vom TÜV anerkannt werden, wenn diese von einem gelernten professionellen Schweißer durchgeführt worden sind.

Schweißkurse werden in der Regel von Volkshochschulen und Betrieben auch für „Hobby“- Interessierte angeboten. Seit neustem bietet auch Jochen Schweizer Schweißkurse an. Der Schweißmaschinen und -anlagen Hersteller MERKLE bietet für Privatpersonen und Unternehmen verschiedene Schweißkurse an. Mit dem „TÜV geprüfter Schweißkurs“ wird beispielsweise eine TÜV-Prüfung beim Abschluss des Kurses abgelegt, welche für das Schweißen von abnahmepflichtigen Bauteilen im geregelten Bereich berechtigt. Zumeist werden die Kurse in Grundlagen bzw. Anfänger und Aufbaukurse unterteilt. Für das Schweißen für den Privatgebraucht reichen die Anfängerkurse vollkommen aus, wer aber den Kurs als Weiterbildung für seinen eigentlichen Beruf absolviert, der wird oft nicht um die Aufbaukurse vorbeikommen.

Schutzkleidung – ein absolutes Muss!

Egal ob E – Schweißen oder WIG-, MIG/MAG- oder Autogenschweißen, die richtige Schutzkleidung ist eine wichtige Notwendigkeit. Unter Zubehör haben wir bereits einen Teil der Schutzkleidung, nämlich den Schutzhelm, vorgestellt. Hier möchten wir nochmal auf die Beschaffenheit von Schutzkleidung im eigentlichen Sinne eingehen.

Die Kleidungsstücke haben den Zweck jede Körperregion vor Hitze, Strahlung, Funkenflüge und Spritzer zu schützen, und somit gesundheitliche Schädigungen und Gefahren zu verhindern. Der Schutzhelm schützt deinen Kopf sowie vor allem deine Augen vor Strahlung und Verbrennung. Es gibt aber noch andere Kleidungsstücke, bei denen du auf das richtige Material achten solltest. Diese sollte vor allem Hitze – und flammenbeständiges Material aufweisen.

So suchst du die Schutzkleidung richtig aus!

Die Schutzkleidung wird in zwei Klassen unterteilt und richtet sich nach der Häufigkeit der Schweißverrichtungen.

Für das gelegentliche Schweißen reicht eine Schutzkleidung, die mit der Klasse 1 zertifiziert ist. Dabei wird hier von einer Regelmäßigkeit der Schweißtätigkeit ausgegangen, die ein – bis zweimal die Woche ausgeübt wird. Dabei handelt es sich um eine ausreichende Sicherheit.

Möchtest du aber ein mehr als ausreichendes Maß an Sicherheit oder schweißt du häufiger, so empfiehlt sich eine Schutzkleidung der Zertifizierung der Klasse 2. Zusätzlich solltest du, in deinem eigenen Interesse, Armstulpen und Lederschürze verwenden.

ACHTUNG! Die Schutzkleidung sollte auf keinen Fall Kunststofffasern enthalten. Diese schmelzen bei Hitzeeinwirkung und können dabei die Haut verletzen.

Offene Schuhe dürfen auf keinen Fall beim Schweißen getragen werden, achte also darauf, dass du feste, geschlossene Schuhe trägst. Am besten eignen sich Sicherheitsschuhe. Außerdem sollten die Ärmel deiner Kleidung lang sein und das Tragen von Schutzhandschuhen schützt dich zusätzlich vor den Funken, der Hitze und der Flamme.

Das richtige Material der Schutzkleidung ist wichtig, um die Sicherheit vor Verbrennungen, Strahlen und Funkenspritzer zu gewährleisten. (Foto: skeeze / pixabay.com)

Das richtige Material der Schutzkleidung ist wichtig, um die Sicherheit vor Verbrennungen, Strahlen und Funkenspritzer zu gewährleisten. (Foto: skeeze / pixabay.com)

Overall, Schutzanzug oder einzelne Kleidungsstücke, das ist dir überlassen. Das Material deiner Schutzkleidung hingegen sollte beispielsweise aus Leder oder aus einer speziellen Faserverbindung bestehen. Gewebe 87 (Köper), 91 (Köper) und 95 (Zwirn-Doppel-Pilot) bestehen aus solchen Faserverbindungen und eignen sich besonders gut als Schweißer – Schutzkleidung.

Beim Waschen ist besondere Vorsicht verlangt. Es gibt bestimmte Vorgaben, nach denen eine derartige Schutzkleidung gewaschen werden muss, um z.B ihre Flammenbeständigkeit nicht zu verlieren. Es gibt Wäscherein für Berufskleidung, die die nötigen Kenntnisse und Erfahrung haben, wie die Schutzkleidung zu reinigen ist. Will Mann oder Frau aber die Reinigung selbstständig vornehmen, so sollte unbedingt die jeweilige Gebrauchsanweisung der gekauften Kleidungsstücke sorgfältig durchgelesen und unbedingt eingehalten werden. Viele Schutzkleidung Hersteller stellen auf ihrer Webseite die jeweiligen Informationen zu den Vorschriften und eine Anleitung zur Verfügung.

Schweißen – Ausbildung

Dir macht es Spaß verschiedene Werkstoffe miteinander zu verbinden oder mithilfe verschiedener Schweißverfahren Reparaturen durchzuführen? Dann wären Ausbildungen im Bereich der Metallverarbeitung wie die zum Konstruktionsmechaniker/in in Schweißtechnik oder Metallbauer – Konstruktionstechnik deinen Blick wert.

Die jeweilige Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und vier Jahren. Während der Ausbildung erlernst du die verschiedenen Schweißverfahren und -techniken. Es handelt sich um eine duale Berufsausbildung, d.h. das theoretische Wissen über die unterschiedlichsten Werkstoffe und Materialien eignest du dir in der Berufsschule an. Was du mit der abgeschlossenen Ausbildung anfangen kannst? Da gibt es mehrere Möglichkeiten, denn du kannst in Branchen wie in Schlossereien und Schweißereien, im Metallbau, bei Herstellern von Maschinen, Werkzeugen und Fahrzeugen und in Betrieben der Versorgungstechnik Anstellung finden! Als Konstruktionsmechaniker hast du auch die Möglichkeit in den Bereichen der Ausrüstungs- oder Metall- und Schiffbautechnik zu arbeiten. Da heutzutage besonders die Materialien Aluminium und Kupfer ihre Verarbeitung in verschiedenen Bereichen findet, lohnt es sich hier besonders das bearbeiten dieser Werkstoffe vertieft zu üben, also den Schwerpunkt auf MIG und WIG-Schweißen konzentrieren.

 


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